Interview Kölner Stadt-Anzeiger vom 30. März 2024

Fragen, Anregungen und Anträge zum Haushaltentwurf 2024 des Bürgermeisters Dr. Ludwig der FDP-Lindlar

Sehr geehrte Frau Ahlers,

sehr geehrte Frau Lübken,

sehr geehrter Herr Bürgermeister,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

in Anbetracht der Probleme mit dem Haushalt der Gemeinde Lindlar 2024 hält es die FDP-Fraktion der Gemeinde Lindlar für nicht angemessen die Verwaltung mit übertrieben kleinlichen Vorschlägen zu einer obskuren Arbeitstätigkeit zu bewegen, die an dem Ergebnis der Steuererhöhungen nichts ändern können. 

Die Personalprobleme der Verwaltung sind hinlänglich bekannt. Da die Verwaltung mit den beantragten ca. 2,5 MIO € Steuererhöhungen die Handlungsfähigkeit der Gemeinde für die Jahre 2024 und 2025 versucht aufrecht zu erhalten. Zuerst sind das Überleben sowie die Entscheidungshoheit der Gemeinde aufrecht zu erhalten und dann die Sanierung der Finanzen.

Die FDP ist nicht glücklich über diese Vorgehensweise, denn sie zwingt insbesondere den Bevölkerungsteilen, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, drastische Einschränkungen auf.

Die Ursachen für die heute zutage tretenden Probleme liegen weit in der Vergangenheit Lindlars und wurden seitens der CDU, die durch die jahrzehntelange absolute Mehrheit nicht gebremst werden konnte, ausgelöst, verschlimmert und ignoriert worden.

Hinzu kommen die in den letzten Jahren millionenschweren separierten CORONA-Rückstellungen und die millionenschweren UKRAINEKRIEG-Rückstellungen, die ab 2024 wieder durch den lfd. Haushalt zu tragen sind. 

Niemand in Lindlar kann für diese beiden Ursachen verantwortlich gemacht werden. Die zuständige Landesregierung zwingt Lindlar zu immer weiteren Übernahmen von millionenschweren Aufgaben, die nicht hinreichend durch das Land NRW erstattet werden. 

Somit bleibt Lindlar nur die Erhöhung der Steuern, denn die Landesregierung taucht ab und gibt Lindlar keine ordentlichen Hilfestellungen.

Die obendrauf entstandenen Inflationsprobleme hingegen waren vorhersehbar und hätten vermieden werden können, wenn die CDU den Schuldenberg nicht in die heutige Höhe getrieben hätte. Die Zinsentwicklung war vorhersehbar und die Personalkostensteigerungen sind dadurch ausgelöst worden, liebe CDU.  Die FDP hat jahrzehntelang davor gewarnt.

Die FDP wünscht den Ratsmitgliedern ein glückliches Händchen und kühle Beratungen.

Mit liberalem Gruß

Harald Friese

Fraktionsvorsitzender

FDP Lindlar wählt neuen Vorsitzenden                                      Harald Friese wurde einstimmig wiedergewählt

Der FDP-Vorsitzende des oberbergischen Kreises, Dominik Trautmann, gratuliert dem wiedergewählten

Vorsitzenden der FDP Lindlar, Harald Friese (v. r. n. l.) zu seiner erfolgreichen Arbeit und Wiederwahl

 

 

Der bisherige Vorsitzende Harald Friese wurde am 01. März 2024 einstimmig im Amt bestätigt und versprach, seinen Einsatz für die FDP Lindlar weitere 2 Jahre einzubringen. Der Kreisvorsitzende Dominik Trautmann gratulierte und freute sich, dass in Lindlar weiterhin gute Arbeit geleistet wird.  

Bewährte Mitarbeiter im Amt bestätigt                                      Neue Mitarbeiter mit weiteren Qualifikationen für die Arbeit im Vorstand gewonnen

(v.l.n.r.) Thomas Abelen (Schatzmeister), Dominik Trautmann (Vorsitzender FDP Oberberg) Erika Lob (Stellvertretende Vorsitzende), Dietmar Klein (Delegierter für den Kreishauptausschuss + Rechnungsprüfer) sowie Werner Lob (Beisitzer)

 

Der neue Vorstand der FDP Lindlar wurde am 01.03.24 in Lindlar-Horpe gewählt:

Harald Friese (Vorsitzender), Erika Lob (stellv. Vorsitzende), Thomas Abelen (Schatzmeister) sowie Werner Lob und Klaus-Peter Kruse (beide Beisitzer) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zu Rechnungsprüfern wurden neu Dietmar Klein und Felix Sonntag gewählt. In den Kreishauptausschuss wurden Dietmar Klein und Thomas Abelen delegiert. Der Kreisvorsitzende der FDP Oberberg gratulierte den neuen Vorstandsmitgliedern und verlieh seiner Freude Ausdruck, weil neue Mitarbeiter für die Arbeit in der Lindlarer FDP gewonnen werden konnten.

Sitzungskalender der Ausschüsse und des Gemeinderates der Gemeinde Lindlar und der FDP Fraktion 2024 (Version 15.01.24)

Fraktionssitzung/Datum/Uhrzeit

 

Gremium

Sitzungstag

 

Weihnachtsferien vom 21.12.2023-05.01.2024

 

Mo., 22.01.24

18.30 Uhr

BGW Aufsichtsrat

VORSTANDSSITZUNG

Dienstag,

23.01.2024

 

 

Ausschuss für Klima- und Umweltschutz

Mittwoch,

31.01.2024

Mo., 05.02.24

18.30 Uhr

Bau- und Planungsausschuss

Dienstag,

06.02.2024

 

 

Karneval

Vom 08.02.-13.02.2024

 

Mo., 26.02.24

 

18.30 Uhr

Gemeinderat

   (Einbringung Haushalt 2024)

Dienstag,

28.02.2024

Fr., 01.03.24

           

 

 

 

18.00 Uhr

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

FDP OV Lindlar im Fraktionsbüro Horpestr. 35 in Lindlar

 

Mo., 04.03.24

 

18.00 Uhr

Betriebsausschuss

Wasser/Abwasser

Mittwoch,

06.03.2024

Mo., 11.03.24                       

 

 

 

18.30 Uhr

Ausschuss für Schule, Sport und

Kultur

Dienstag,

12.03.2024

Sa., 16.03.24

 

11.00 Uhr

Klausurtagung

Im Fraktionsbüro Horpestr. 35 in Lindlar

 

Mo., 18.03.24

18.30 Uhr

Ausschuss für Sicherheit und

Ordnung

Dienstag,

19.03.2024

 

 

Haupt- und Finanzausschuss

(Einbringungung der Anfragen, Anträge und Anregungen der Fraktionen zum Haushalt 2024)

Mittwoch,

20.03.2024

 

 

Osterferien

vom 25.03.-06.04.2024

 

Mo., 08.04.24

 

18.30 Uhr

Bau- und Planungsausschuss

Dienstag,

09.04.2024

Mo., 16.04.24

                                         

 

 

 

18.30 Uhr

Haupt- und Finanzausschuss

Beratung der Anfragen. Anträge und

Haushalt 2024)

Dienstag,

17.04.24

 

Mo., 22.04.24

                                                   18.30 Uhr

BGW Aufsichtsrat

Dienstag,

23.04.2024

 

Ausschuss für Klima- und Umweltschutz

Mittwoch,

24.04.2024

 

Gemeinderat

Verabschiedung Haushalt 2024

Donnerstag,

25.04.2024

 

  Tag der Arbeit          01.05.2024

 

 

   Christi Himmelfahrt 09.05.2024

 

Mo., 13.05.24

                                                 18.30 Uhr

Sozialausschuss für Familie,

Jugend, Senioren und Integration

Mittwoch,

15.05.2024

 

 

Ausschuss für Sicherheit und Ordnung

Donnerstag,

16.05.2024

 

   Pfingstmontag 20.05.2024

 

 

SFL-Aufsichtsrat

 Donnerstag,

23.05.2024

Di., 27.05.24

 

                                            18.30 Uhr

Bau- und Planungsausschuss

Dienstag,

28.05.2024

 

  Fronleichnam 30.05.2024

 

Mo., 03.06.24

                                            18.30 Uhr

Haupt- und Finanzausschuss

Dienstag,

04.06.2024

 

Betriebsausschuss Wasser/Abwasser

Donnerstag,

06.06.2024

Mo., 10.06.24

                                            18.30 Uhr

BGW Aufsichtsrat

Dienstag,

11.062024

 

TeBEL AöR Verwaltungsrat (AWW)

Donnerstag,

13.06.2024

Mo., 17.06.24

                                18.30 Uhr

Beirat für Abfallwirtschaft (AWW)

Donnerstag,

18.06.2024

 

Gemeinderat

SFL-Gesellschafterversammlung

BGW-Gesellschafterversammlung

Mittwoch,

19.06.2024

 

Ausschuss für Klima- und Umweltschutz

Mittwoch,

20.06.2024

 

SOMMERFERIEN

Vom 08.07. -20.08.2024

 

Mo., 26.08.24

                               18.30 Uhr

Ausschuss für Schule, Sport und Kultur

Dienstag,

27.08.2024

 

 

Haupt- und Finanzausschuss

Mittwoch,

28.08.2024

 

 

Rechnungsprüfungsausschuss

Donnerstag,

29.08.2024

 

 

Betriebsausschuss Wasser/Abwasser

Dienstag,

03.09.2024

 

 

Ausschuss für Sicherheit und Ordnung

Mittwoch,

04.09.2024

 

 

Gemeinderat

Donnerstag,

05.09.2024

Mo, 09.09.24

 

 

       18.30 Uhr

 

BGW Aufsichtsrat

Dienstag,

10.09.2024

 

Ausschuss für Klima- und Umweltschutz

Mittwoch,

11.09.2024

 

Bau- und Planungsausschuss

Dienstag,

17.09.2024

 

Tag der deutschen Einheit 03.10.2024

 

Mo., 07.10.24

                                          18.30 Uhr

Gemeinderat

(Einbringung Haushalt 2025)

Mittwoch,

09.10.2024

 

Herbstferien vom

14.10.- 26.10.2024

 

Sa., 26.10.24

                                          11.00 Uhr

 

 

Klausurtagung zum HHPlan 25

im Fraktionsbüro Horpestr.. 35 in Lindlar

 

Mo., 04.11.24

                                         18.30 Uhr

Haupt- und Finanzausschuss

(Einbringung der Anfragen, Anträge und

Anregungen der Fraktionen zum Haushalt

2025)

Dienstag,

05.11.2024

 

Ausschuss für Klima- und Umweltschutz

Mittwoch,

06.11.2024

Mo., 11.11.24

                                         18.30 Uhr

Beirat für Abfallwirtschaft (AWW)

Mittwoch,

13.11.2024

Mo., 18.11.24

                                         18.30 Uhr

Sozialausschuss für Familie,

Jugend, Senioren und Integration

Dienstag,

19.11.2024

 

SFL Aufsichtsrat

 Mittwoch

 20.11.2024

 

Bau- und Planungsausschuss

 Donnerstag,

 21.11.2024

Mo., 18.11.24

                            18.30 UHR

Ausschuss f. Schule, Sport + Kultur

 Dienstag,

 26.11.2024

 

 

Ausschuss für Sicherheit und Ordnung

 Donnerstag,

 28.11.2024

Mo.,02.12.24

                                                                 

 

18.30 UHR

Betriebsausschuss Wasser/Abwasser

Dienstag,

03.12.2024

 

 

Haupt- und Finanzausschuss

(Beratung der Anfragen, Anträge und Anregungen der Fraktionen zum Haushalt 2025)

 Mittwoch,

 04.12.2024

Mo.,09.12.24

 

 

18.30 UHR

BGW Aufsichtsrat (evtl. 02.12.24)

Dienstag

10.12.2024

Mo.,16.12.24

 

                   

 

18.30 Uhr

Gemeinderat

(Verabschiedung Haushalt 2025)

SFL-Gesellschafterversammlung

BGW-Gesellschafterversammlung

Dienstag,

17.12.2024

 

 

TeBEL AöR Verwaltungsrat (AWW)

Mittwoch,

18.12.2024

 

 

 

Weihnachtsferien vom 23.12.2024 - 06.01.2025

 

Alle Ausschusssitzungen finden künftig wieder im Sitzungssaal „Altes Wasserwerk" statt. Alle Ratssitzungen finden im Kulturzentrum statt. Änderungen der Sitzungs-termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Zu weiteren notwendigen Sitzun-gen wird bei Bedarf eingeladen. Evtl. Möglichkeiten, Sitzungen ausfallen lassen zu können, wenn die Sitzungsunterlagen früher als geplant eintreffen sollten, werden ggf. genutzt. Alle Fraktionssitzungen finden im Fraktionsbüro Horpestrasse 35 ab 18.30 Uhr statt. Sollte ein Ausschuss-/Ratsmitglied zur Fraktionssitzung und/oder zu einem Sitzungstermin verhindert sein, bitte ich um rechtzeitige Mitteilung. Anregungen, Beschwerden etc. aus allen Bereichen der Gemeinde werden von uns gerne auch telefonisch entgegengenommen. Wir freuen uns auf eine rege und interessierte Mitarbeit. Tel. 44 04 237 oder 0176 67 21 43 43.

 

Mit freundlichem Gruß

Harald F r i es e         (Fraktionsvorsitzender)

 

Kindertagesstätten (Kitas) in Lindlar/NRW retten und Träger entlasten

Die Kitas in Nordrhein-Westfalen befinden sich seit geraumer Zeit in einer äußerst prekären Lage. Preissteigerungen bei Energie und durch die weitere Inflation setzen die Einrichtungen stark unter Druck. Viele von ihnen stehen kurz vor dem finanziellen Kollaps, Schließungen drohen.

 

„Geschlossene Kitas hätten katastrophale Folgen für die Familien in Lindlar. Kinder verlieren ihren sozialen Halt und wichtige Bezugspersonen. Und Eltern fehlen Alternativen, um ihre Kinder bestmöglich betreuen lassen zu können“, sagt Harald Friese, FDP Lindlar. „Die NRW-Landesregierung erreichen täglich Hilferufe der Träger, CDU und Grüne bleiben aber stumm und tatenlos. Die Überbrückungshilfe der Landesregierung in Höhe von 100 Millionen Euro wird in der derzeitigen Lage alleine nicht ausreichen.“

 

Das Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) ist in seiner aktuellen Fassung auf solch dynamische Lagen wie zurzeit nicht ausgelegt. Wir Freie Demokraten fordern deshalb, die Dynamisierung auf den 01.01.2024 vorzuziehen und die Mittel bereits deutlich früher als zum Start des neuen Kindergartenjahres am 01.08.2024 bereitzustellen. Dies ermöglicht eine flexiblere und rechtzeitige Anpassung der Finanzierung an die aktuellen Anforderungen, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen. Die FDP-Fraktion NRW hat einen entsprechenden Gesetzentwurf in das NRW-Parlament eingebracht.

 

Friese betont: „Unsere Kitas müssen gerettet werden! Mit der von der FDP im Landtag vorgeschlagenen KiBiz-Gesetzesänderung kann den Kita-Trägern die dringend und kurzfristig benötigte finanzielle Unterstützung ermöglicht werden. So schaffen wir für sie finanzielle Stabilität und für die Familien in Lindlar und NRW sichere Kitaplätze. Diese Lösung ist denkbar einfach und schnell umsetzbar. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie dem FDP-Gesetzesentwurf zustimmt!“

 

 

Wichtiges Förderprogramm abrupt beendet – Landesregierung muss „Feldzug gegen Wohneigentum“ beenden

Wohneigentum ist inzwischen für weite Teile der Mittelschicht nicht mehr finanzierbar. Jetzt hat die Landesregierung ein auch in Lindlar beliebtes Förderprogramm gestrichen. Seit dem vergangenen Jahr haben davon in Lindlar insgesamt 76 Familien profitiert. Acht von zehn Personen in Deutschland würden lieber im Eigenheim wohnen als zur Miete. Doch immer weniger Familien können sich diesen Lebenstraum erfüllen. Das liegt auch an hohen Steuern und Abgaben. Denn kein Bundesland hat eine so hohe Grunderwerbsteuer wie Nordrhein-Westfalen.

 

Um den Eigentumserwerb zu erleichtern, hat die FDP im Jahr 2022 noch in Regierungsverantwortung ein wichtiges Förderprogramm aufgelegt: Wer sich ein Haus oder eine Wohnung kaufte, um darin selber zu wohnen, konnte darüber bis zu 10.000 Euro Förderung beantragen. Das Programm „NRW.Zuschuss Wohneigentum“ erfreute sich großer Beliebtheit. Auch In Lindlar haben diese 76 Haushalte insgesamt 50.9648,65 Euro erhalten. Im Durchschnitt hat eine Familie in Lindlar also 6.705,90 Euro bekommen.

 

Über die Sommerpause hat die Landesregierung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Förderung allerdings abrupt und ohne Vorwarnung beendet. Das kommt einem Wortbruch gleich, denn insbesondere Vertreterinnen und Vertreter der CDU hatten im Landtag stets zugesichert, das Programm weiterlaufen zu lassen, bis alle Mittel abgerufen sind.

 

 

Die Landesregierung muss ihren Feldzug gegen Wohneigentum sofort beenden. Denn den Beschluss zur Grunderwerbsteuer reihe sich ein in eine ganze Serie von Fehlentscheidungen: ob bei der Grundsteuer, den Beiträgen für den Straßenausbau und für Erschließungsstraßen oder der geplanten Abgabe auf Baumaterial – überall macht diese schwarz-grüne Landesregierung den Eigentumserwerb sowie das Bauen und Wohnen schwerer und teurer. Das führt bei den Bürgerinnen und Bürger zu großer Frustration. Die CDU in Lindlar schweigt.

Antrag auf Verlegung des ORTSEINGANGSSCHILDS KAPELLENSÜNG

Gemeinde Lindlar                                                                               

Herrn Bürgermeister Dr. G.  L u d w i g

Herrn Ausschussvorsitzenden G. Werner

Borromäusstr. 1

 

51789 Lindlar                                                                                                                                                                                                              18.04.2023 

Verlegen der Ortstafel und der Tempo-30-Zone in Kapellensüng

  

Sehr geehrter Herr Dr. Ludwig,

sehr geehrter Herr Werner,

 

der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung möge beschließen:

 

Auf der gemeindlichen Verbindungstraße zwischen Bonnersüng und Kapellensüng werden die Ortstafel und der Beginn der Tempo-30-Zone in Richtung Bonnersüng verlegt.

Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, den Antrag beim zuständigen Straßenverkehrsamt zu stellen.

 

Begründung:

Bereits vor einigen Jahren wurde der Rosenweg verlängert und bebaut. Für zu Fuß Gehende und Radfahrende wurde das Wohngebiet dabei auch in/aus Richtung der gemeindlichen Verbindungsstraße zwischen Kapellensüng und Bonnersüng mit einem Weg erschlossen. Die betreffende Beschilderung auf der Verbindungsstraße blieb jedoch unverändert. An der Einmündung des Erschließungsweges ist demnach Tempo 100 erlaubt. Tatsächlich ist vor Ort zu beobachten, dass nach Kapellensüng einfahrende erst in Höhe des Ortsschildes abbremsen, während Ausfahrende nach passieren des Ortsschildes unverzüglich und deutlich beschleunigen.

Seit Abschluss der Bebauung wird dieser Erschließungsweg stark frequentiert, auch von spielenden Kindern, teilweise mit Fahrrädern. Mit der Gestaltung der Einfriedung angrenzender Grundstücke ist inzwischen eine bemerkenswerte Sichtbehinderung entstanden, gleichermaßen für den Kfz-Verkehr auf der Verbindungsstraße wie für Menschen, die das Wohngebiet über den Erschließungsweg verlassen.

Das beigefügte Bild1 zeigt die Gesamtsituation, Bild2 die Sichtbehinderungen an der Einmündung und Bild3 die Situation bzw. den Blickwinkel für den Erschließungsweg Nutzende.

Die FDP-Fraktion regt deshalb an, die Ortstafel an den Beginn der linksseitig Richtung Kapellensüng befindlichen Grundstückseinfriedung (grüne Hecke auf Bild1) zu verlegen und die Tempo-30-Zone spätestens in Höhe der Einmündung des Erschließungswegs beginnen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Harald Friese (Fraktionsvorsitzender)

Steffen Mielke (Ratsmitglied)

 

Thomas Abelen (sachkundiger Bürger)

Rede zum Haushalt 2023 d. Gemeinde Lindlar

Die Gewaltenteilung einer Kommune besteht aus der Legislative (Gemeinderat) und der Executive (Verwaltung incl. Bürgermeister).

Für den Haushaltsplanentwurf zeichnet die Verwaltung verantwortlich. Der Bürgermeister unterbreitet den Plan dem Gemeinderat. Im Haupt- und Finanzausschuss berät die Politik über die Vorschläge und unterbreitet dem Rat das Ergebnis seiner Beratungen.

Seit dem Ausbruch von Covid19 und dem Krieg von Russland gegen die UKRAINE hat sich die Lage in Deutschland und somit auch in Lindlar drastisch verändert und nimmt Einfluss auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Gemeinde.

Um es kurz zu machen, die Preise sind durch Lieferengpässe und Verknappungen auf der Angebotsseite drastisch gestiegen. Ob Lebensmittel oder alles was mit der Bauindustrie in Zusammenhang steht, alles ist wesentlich teurer geworden. Das wirkt sich z. B. leider auch auf die Baugrundstückspreise sehr negativ aus.

Eine Normalisierung scheint sich zwar am Horizont abzuzeichnen, aber wann diese wieder eintritt und wie, weiß niemand.

Die zweite Aufgabe der Politik - neben der Legislative - ist die Kontrolle der Verwaltung. Sowohl was die Gesetze als auch die Beschlüsse der Gemeinde anbelangt, hat sich hauptamtlich der Bürgermeister hierum zu bemühen. Der Rat kann die Verwaltung auf Fehler hinweisen, die der Bürgermeister umgehend zu beheben hat.

1. Beispiel: der Bürgermeister, der in 2020 einen Beschluss des Klima- + Umweltausschusses bezüglich der Anschaffung klimafreundlicher Neuwagen für die Gemeinde beschlossen bekam, hat das bis heute nicht umgesetzt. Seine Aussage, das habe der Verwaltungsrat auch schon beanstandet, klang u. E. wenig plausibel. Hier hat der Bürgermeister zu handeln.

2.  Beispiel: Ende 2021 wurde vom Rat beschlossen (auf Antrag der CDU), dass der Bürgermeister juristisch prüfen lassen muss, wenn sich die Förderung seitens des Landes in Sachen ISEK von 60% auf 50% verringert, welcher Schaden der Gemeinde entstanden ist. Diese Frage ist immer noch unbeantwortet. Die beauftragte Beratungsgesellschaft hatte es unterlassen die Gemeindeverwaltung zu unterrichten, dass sich der Fördersatz geändert hat. Die Gemeinde muss einen evtl. entstandenen Schaden gegenüber der Beratungsgesellschaft geltend machen. Da es die erhoffte parallel-Förderung durch den BUND nach Auskunft des Bürgermeisters nicht geben wird, ist die Schadensersatzfrage jetzt umgehend zu klären. Die bisherigen Aussagen des Bürgermeisters sind keine ausreichenden Argumente, um das Verfahren nicht mehr zu betreiben. Der Bürgermeister hat ein Rechtsgutachten einzuholen, dem Rat zu berichten und den Rat entscheiden zu lassen, wie weiter vorgegangen werden soll.

3. Beispiel:  Die Aussage des Bürgermeisters, eine rechtlich abgesicherte Vertragsstrafe aus dem Durchführungsvertrag mit der „Schloss Heiligenhoven Bauherrenschaft“ nicht einfordern zu wollen (Niederschrift Gemeinderat vom 31.01.2023, Beantwortung zu TOP 2 durch BGM). Das Argument des Bürgermeisters, es sei „nicht verhältnismässig“ eine Strafe zu verlangen, ist die Meinung des Bürgermeisters, nicht des Gemeinderats. Der Bürgermeister hat die Entscheidung hierzu vom Rat einzuholen. Dieses dritte Vergehen des Bürgermeisters ist keine Bagatelle. Hier stellt sich der Bürgermeister über den Rat. Das ist nicht hinnehmbar.

 

Was den Haushalt 2023 betrifft, fällt auf, dass seit mindestens einem Jahr das „fehlende Personal“ eine immer größere Bedeutung in der politischen Argumentation der Verwaltung einnimmt. Im Rahmen der zulässigen Besoldung von Beschäftigten kann die Verwaltung keine geeigneten Stellennach- und Neubesetzungen erreichen. Das hat zur Folge, dass in Lindlar geplante Baumaßnahmen wegen fehlenden Personals monatelang unbearbeitet liegen bleiben bzw. sich deren Bearbeitung unverhältnismäßig verzögern. Die FDP stellt sich die Frage, ob durch eine Priorisierung der Aufgaben, deren Bearbeitung nicht optimiert werden könnte? Die von der CDU vorgeworfene „mangelnde Entscheidungsfreude“ in Sachen Neubaugebiete „An der Jugendherberge“ und „IP Klause, V“ ist deshalb eine dreiste Lüge, weil die Bearbeitung der Verwaltungsaufgaben nicht zu den Aufgaben des Rates oder der Fraktionen gehört.

Der Eindruck, dass die CDU die Niederlage der Kommunalwahl 2020 immer noch nicht verwunden hat, ist augenscheinlich. Dieses Verhalten ist in keiner Weise „bürgerfreundlich“.

Der HH-Plan 2023 ist seriös geplant. Bei den der Planung zugrundeliegenden Zahlen scheint an vielen Stellen die „Hoffnung die Mutter des Gedankens“ gewesen zu sein, den Haushalt unbedingt auszugleichen zu wollen und die Problemjahre bis 2026 „sehr positiv“ darstellen zu müssen.

Bitte vergessen Sie nicht, dass wir einen „Schattenhaushalt“ durch die CORONA- und die UKRAINE-Krise vor uns herschieben. Ab 2025 werden wir millionenschwere Abschreibungsbeträge im Haushalt zusätzlich abzudecken haben. Der Schuldenberg verursacht aber bereits heute Zinsaufwendungen. Wir erleben auch heute wieder, dass Gelder, die plötzlich das bereits geplante Budget wesentlich verbessern, nicht zur Erzielung eines Überschusses oder zur Schuldentilgung verwendet werden, sondern sofort wieder für parteipolitische Prestigeobjekte ausgegeben werden.

Wie bereits in der Vergangenheit üblich, werden auch heute wieder seitens der Verwaltung Hiobsbotschaften einfach ignoriert. 70 Jahre lang - unter der Alleinherrschaft der CDU – wurden Zukunftsängste ignoriert und wegdiskutiert. Reserven zu bilden und für die Zukunft Sicherungsmaßnahmen zu schaffen scheint für Lindlar aus Sicht der Verwaltung anscheinend nicht nötig zu sein. Das Ergebnis des Handlungswillens der Verwaltung ist u. E. nur so interpretierbar: „Wir planen und leben einfach zulasten der Zukunft unserer Kinder.“

 

Will die Bevölkerung Lindlars das?      NEIN.

 

Solange ein Haushaltsplan sich nicht mit der Konsolidierung des gewaltigen Schuldenbergs auseinandersetzt und keine konkreten Vorschläge zum wirklich gewollten Schuldenberg-Abbau beinhaltet, wird die FDP-Fraktion den Haushalten der Gemeinde nicht mehr zustimmen können. Das sage ich seit mittlerweile 2004 in den Haushaltsreden. Es handelts sich also nicht um eine Eintagsfliege und nicht um nie vorgetragene Argumente.

Die FDP ist der Meinung, dass nur der, der gestaltet, Einfluss auf die Zukunft nimmt. Wer verwaltet, reagiert nur auf die Entscheidungen Dritter, die Druck auf Lindlar ausüben. Der Verwalter ist der Getriebene, nicht der Bestimmende.

Wir dürfen nicht vergessen, dass nur die Kreativität neuer Ideen und neuer Technologien die Probleme, die in der Zukunft garantiert unsere Ziele beeinflussen werden, beheben können.

Darüber hinaus wird in Zukunft in Lindlar nichts mehr gehen, wenn wir keine Rücksicht  auf die Menschen, ihre Lebensqualität und auf unsere Natur nehmen.

„Denn wenn das letzte Blatt vom Baum gefallen ist …“ können wir nichts mehr reparieren.

Die FDP-Fraktion stimmt nicht für und auch nicht gegen den Haushalt. Die FDP enthält sich.

Lindlar, den 28. März 2023

Harald Friese Fraktionsvorsitzender

OBERVERWALTUNGSGERICHT MÜNSTER KIPPT BERECHNUNGEN DER ABWASSERRGEBÜHREN; INSBESONDERE ABSCHREIBUNGEN VOM WIEDERBESCHAFFUNGSWERT UND ZU HOHE ZINSEN WERDEN MONIERT (keine Revision zugelassen)

 

am Dienstag, 17.5.2022, hat das Oberverwaltungsgericht in Münster u.a. über die Berechnung der kalkulatorischen Zinsen bei Abwassergebühren geurteilt. Diese sind in den letzten Jahren in NRW falsch berechnet worden. Gerne möchte ich Ihnen die Mitteilung des OVG NRW zu Ihrer Kenntnis geben:


Münster (dpa/lnw) - Ein Urteil mit Folgen - für Bürger und die Kommunen in NRW. Jahrelang wurden die Abwassergebühren aufgrund einer falschen Grundlage berechnet. Das hat Folgen - für Bürger und Kämmerer.

Die Abwassergebühren in Nordrhein-Westfalen sind über Jahre auf Basis einer falschen Grundlage berechnet worden. Das hat das NRW-Oberverwaltungsgericht am Dienstag in Münster in einem Musterverfahren entschieden. Für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen hat das Urteil Folgen in Millionen-Höhe.

Geklagt hatte ein Grundstücksbesitzer in der Stadt Oer-Erkenschwick. Er wehrte sich gegen einen Abwasserbescheid aus dem Jahr 2017 über knapp 600 Euro. Der war rechtswidrig und um 18 Prozent zu hoch ausgefallen, wie das OVG jetzt urteilte. Direkt von dieser Entscheidung profitieren jetzt Bürger, die in der Vergangenheit Widerspruch gegen ihre Bescheide eingelegt haben.

Hausbesitzer und Mieter dürfen nach dem Urteil in den nächsten Jahren damit rechnen, dass ihre Gebührenbescheide oder Nebenkostenabrechnungen niedriger ausfallen, weil die Kommunen in Nordrhein-Westfalen die Berechnungen neu aufstellen müssen. In den städtischen Haushalten werden demnach Gebühren in Millionen-Höhe fehlen.

Der 9. Senat des OVG bemängelte gleich mehrere Punkte im Fall Oer-Erkenschwick, sieht eine Mitschuld aber auch bei der Politik. Im entsprechenden Gesetz des Landes fehle es an konkreten Vorgaben, an denen sich die Kommunen orientierten könnten. Laut OVG gebe es zum Beispiel in den neuen Bundesländern solche Vorgaben.

Das OVG kritisierte mehrere Punkte der bisherigen Berechnungspraxis: Die Stadt habe bei den Gebührenbescheiden die Abschreibungen und Zinsen so berechnet, dass diese die tatsächlichen Kosten für die Anlage wie die Abwasserrohre am Ende überschreiten. «Die Gebühren dürfen nur erhoben werden, soweit sie zur stetigen Erfüllung der Aufgaben der Abwasserbeseitigung erforderlich sind», erklärte das OVG und bezieht sich dabei auf die NRW-Gemeindeordnung.

Beim kalkulatorischen Zinssatz ging die Stadt vom Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre aus und setzte noch einen Aufschlag drauf. Das OVG dagegen sieht nur einen Zeitraum von 10 Jahren als begründbar an. Und so kamen die Richter nicht auf einen Zinssatz von 6,52 Prozent wie die Stadt, sondern nur noch auf 2,42 Prozent.

«Die Richter teilen voll und ganz unsere Auffassung», sagte der NRW-Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler (BdSt), Rik Steinheuer, laut Mitteilung nach der Entscheidung. «Abwassergebühren sind dazu da, die kommunale Abwasserbeseitigung sicherzustellen - und nicht, auf Kosten der Gebührenzahler satte Gewinne abzuschöpfen», sagte Steinheuer. Der BdSt hatte das Verfahren von Anfang an begleitet und die Gebührenzahler in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, Widersprüche gegen ihre Bescheide einzulegen.

Das OVG änderte mit dem Urteil seine eigene langjährige Rechtsprechung. In der Vorinstanz vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte der Kläger aus Oer-Erkenschwick im Jahr 2020 noch keinen Erfolg.

Berufung zum Bundesverwaltungsgericht ließ das OVG nicht zu, dagegen kann Beschwerde eingelegt werden. Allerdings sieht das OVG da kaum Erfolgsaussichten, weil kein Bundesrecht betroffen ist.

 

Vielen Dank, dass Sie uns gewählt haben !!!

Lieber Wählerinnen und Wähler (Landtagswahl NRW vom Sonntag, dem  15.05.2022),

 

erst einmal möchte ich Ihnen herzlich und persönlich für Ihre Stimmen danken, die Sie den Freien Demokraten, den Liberalen, zur Landtagswahl überlassen haben. Ihr Vertrauen ehrt uns und wir werden uns ungeachtet des Ergebnisses auch weiterhin für liberale Ideen und Gedanken einsetzen und stark machen, auch in Ihrem Namen.

Das Gute ist, wir sind im Landtag vertreten.

Auch wenn dieses Mal die Stimmung nicht so günstig für uns ausgefallen ist, weiß ich aus Erfahrung, dass die FDP in Zukunft auch wieder bessere Ergebnisse erhalten wird. Wir geben nicht auf, denn wir wissen, dass die Freiheit unser höchstes Gut ist.

Vielen Dank und bleiben Sie gesund und uns gewogen.

Ihr

Harald Friese

Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender

der FDP Lindlar 

Lindlar erhält 170.130,74  Euro                               zur      Integration von geflüchteten Menschen aus der Ukraine

 

Das Land NRW unterstützt die Kommunen bei der Integration geflüchteter Menschen aus der Ukraine. „Ich freue mich, dass Flüchtlings- und Familienminister Dr. Joachim Stamp sein von Beginn an klar kommuniziertes Versprechen einlöst: Das Land wird die vom Bund zugesagten Mittel eins zu eins an die Kommunen und damit auch Lindlar weiterleiten. Wir stehen in dieser besonderen Ausnahmesituation an der Seite der Kommunen im Land“, erklärt Ratsmitglied Steffen Mielke.

 

Die erste Tranche in Höhe von insgesamt 215,4 Millionen Euro erfolgt in dieser Woche. Zuvor wurde kommunalscharf die jeweilige tatsächliche Belastung abgefragt. Lindlar erhält in der ersten Tranche 170.130,74 Euro. „Unsere Kommunen werden mit der Aufnahme der geflüchteten Menschen aus der Ukraine vor große Herausforderungen gestellt. Zusammen mit den Menschen wird auch in Lindlar Herausragendes geleistet: Hier wurden und werden schon mehr als 100 Menschen aus der Ukraine mit viel Engagement versorgt, untergebracht und integriert“, betont Erika Lob, sachkundige Bürgerin der FDP im Sozialausschuss.

 

Die Landesregierung verzichtet bei der Auszahlung auf ein komplexes Verwendungsnachweisverfahren. „Die Mittel werden unbürokratisch und in vollem Umfang der Hilfen des Bundes ausgezahlt. Das hilft Lindlar enorm, die Aufgaben bei der Unterbringung, Versorgung und Integration der geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu erfüllen. Während andere Bundesländer noch das Verfahren prüfen oder sogar planen, einen Eigenanteil abzuschöpfen, handelt Nordrhein-Westfalen schnell. Wir werden uns als Freie Demokraten weiter dafür einsetzen, dass das Land die Kommunen bestmöglich unterstützt“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende Harald Friese.

 

Die zweite Tranche in Höhe von insgesamt 107,7 Millionen Euro wird im selben Verfahren Anfang Juni ausgezahlt. Die dritte Tranche nimmt belastungsbezogene Indikatoren in den Blick. Sie erfolgt folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

ANTRAG zur "Grundsteuererhebung" durch die Gemeinde Lindlar

I.              P r o b l e m d a r s t e l l u n g:

 

Nach der Neuregelung des Bundes wird die Grundsteuer ab dem Jahr 2025 nach dem wertbasierten Scholz-Modell erhoben, sofern die Bundesländer keine abweichenden eigenen Grundsteuermodelle umsetzen. Bisher gab es in NRW anders als in anderen Flächenländern leider keine politische Mehrheit für die Nutzung der entsprechenden Länderöffnungsklausel. Stand heute käme in NRW damit ab dem Jahr 2025 das Scholz-Modell zum Tragen: Im Rahmen dieses Modells sollen die Verkehrswerte von Immobilen als Bemessungsgrundlage in einer bürokratischen Hauptfeststellung alle sieben Jahre neu bewertet werden. Bei absehbar weiter steigenden Immobilienpreisen wird das Scholz-Modell ohne turnusmäßige aktive Hebesatzsenkungen durch die Kommunen aufgrund dieser inneren Wertdynamik zu fortlaufenden, automatischen Steuererhöhungen führen. Einen dauerhaften Ausweg aus dieser Steuerspirale bietet nur ein eigenes flächenbasiertes Grundsteuermodell, bei dem sich der Grundsteuerwert hauptsächlich über konstante Grund- und Gebäudeflächen und nicht über fortlaufend steigende Bodenwerte und Mietpreisniveaus bestimmt.

Darüber hinaus sieht das Scholz-Modell klageanfällige, politisch motivierte Steuerrabatte vor. Das gefährdet die rechtssichere Erhebung dieser wichtigen kommunalen Steuer. Beispielsweise würde der geplante Steuerrabatt für Genossenschaftswohnungen dazu führen, dass bei einem Wohnblock mit teilweise genossenschaftlichen und teilweise privat vermieteten Wohnungen die Bewohnerinnen und Bewohner in identischer Wohnlage in identisch großen Wohnungen eine unterschiedlich hohe Grundsteuerlast tragen müssten. Die Grundsteuer dient im Kern jedoch der Bereitstellung der öffentlichen kommunalen Infrastruktur. Es gibt keinen plausiblen Grund, warum die Menschen diese Infrastruktur in identischer Wohnlage nur in Abhängigkeit der Besitzstruktur ihrer bewohnten Immobilie in unterschiedlichem Umfang nutzen - und bezahlen - sollten.

  

II.            Beschlussfassung 

Der Rat beschließt:

(1)  Eine ab dem Jahr 2025 rechtssicher erhobene Grundsteuer ist für die Finanzierung und Bereitstellung der kommunalen Infrastruktur von zentraler Bedeutung.

(2)  Das Scholz-Modell würde ohne aktive, fortlaufende Hebesatzsenkungen der Kommune bei steigenden Immobilienpreisen zu einer immer weiter steigenden Grundsteuerlast für die Bürgerinnen und Bürger führen, was nicht vertretbar ist.

 

Der Rat fordert den Bürgermeister der Gemeinde Lindlar auf, sich beim Land NRW

 

(3)  für die Nutzung der Länderöffnungsklausel einzusetzen, um auch in NRW ein faires, transparentes und bürokratiearmes Grundsteuermodell umzusetzen. Diese Anforderungen lassen sich am besten in einem flächenbasierten Grundsteuermodell mit Lagefaktoren verwirklichen, wie es viele andere Bundesländer in unterschiedlichsten Regierungskonstellationen (u. a. Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Bayern) einführen werden.

STRASSENAUSBAUBEITRÄGE für BürgerINNEN seit Beschluss des Landtags NRW vom 24.03.2022 rückwirkend ab 01.01.2020 kostenlos (ANTRAG DER FDP LANDTAGSFRAKTION)

Der Landtag Nordrhein-Westfalens hat am 24.03.2022 auf Antrag der FDP Landtagsfraktion eine Änderung des Förderprogramms zu Strassenausbaubeiträgen beschlossen.

 

Die Änderung führt zu einer 100%igen Entlastung von Beiträgen. Nach Jahrzehnten ohne Anpassungen bei den Ausbaubeiträgen hat die FDP Landtagsfraktion  - nach einer Halbierung der Beiträge ab 2020 - zum zweiten Mal eine Entlastung in dieser Legislatur ermöglicht.

 

Die Entlastung wirkt sich ab 2020 rückwirkend auf alle Bescheide aus, die unter das

Förderprogramm fallen. Wer bereits hälftige Beiträge vom Land erstattet bekommen hat, erhält jetzt die 2. Hälfte auch noch vom Land zurück. Dafür werden bereits in den Haushalt 2022 eingestellte Mittel genutzt. Das Förderprogramm verfügt über den notwendigen finanziellen Speilraum. Auf diese Weise fliessen die bislang nicht genutzten Mittel nicht zurück in den Haushalt, sondern kommen den Menschen zu Gute, die ursprünglich von dem Programm profitieren sollten.

 

In einem weiteren Schritt wird die Landesregierung die Abschaffung der Strassenausbaubeiträge gesetzlich unter Beachtung des Konnexitätsgrundsatzes regeln. Damit hat die FDP-Landtagsfraktion die Landesregierung beauftragt.

 

 

Vergabe der Grundstücke "AN DER JUGENDHERBERGE"